Das liebe Geld

Im Unterschied zu den steuerfinanzierten Staatskirchen bestreiten freie Gemeinden ihren Unterhalt mit Beiträgen ihrer Mitglieder und Sympathisanten. Die Pastoren lehren mehrheitlich das Prinzip des „Zehnten“: 10% des Einkommens gilt als Richtschnur für ein biblisches Spendeverhalten. Für die Begründung muss man allerdings tief ins Alte Testament zurückgreifen, denn nur dort wird ein „Zehnter“ erwähnt. Im Neuen Testament wird ausgiebieg vom Geben gesprochen, aber nirgends ist von einer Sollprozentzahl die Rede. Auch bezüglich des Spendenzwecks waren die Gepflogenheiten der ersten Christen ganz anders: Das Geld wurde vor allem für die Armen und die Unterstützung von reisenden Botschaftern des Glaubens gesammelt. Die denominationellen Gemeinden von heute hingegen finanzieren damit vor allem ihren Betreib*: lokale Saläre, Gebäudekosten, Programme und Administration.

OK, kann man sagen: Die ersten Gemeinden kannten keinen Klerus, keine Gebäude, keine Administrationskosten. Da brauchte es keinen Zehnten, heute ist das anders. Nur: Woher kommt das „anders“, und ist es gut?

* = Aus einer Studie von „Christianity Today“ von 2009

  • Buchbesprechung – Prof. Dr. R. H. Edenharder · „Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen“auf geiernotizen.de.
  • Frank Viola / George Barna „Heidnisches Christentum?“ Kapitel 8 „Der Zehnte und das Gehalt des Klerus“
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Über Shasta

Cor (Shasta) escapes to freedom, saves Archenland and Narnia from invasion, learns his true identity, and is restored to his heritage as the son of king Luna. From the book "The Horse And His Boy" by C.S. Lewis
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