Kurs mit Wolfgang Simson

Wolfgang Simson hat in den 90er Jahren das Buch „Häuser, die die Welt verändern“ geschrieben hat. Ich habs damals gelesen und interessant gefunden, nicht mehr. War in einer „Megachurch“ engagiert, die in den vorangegangenen 10 Jahren erfolgreich Kleingruppen eingeführt hatte. Seit ich nun konkret auf der Suche nach alternativen Kirchenmodellen bin, steht mir die Denkweise von Wolfgang viel näher.

Demnächst lehrt er einen Tag lang in der Nähe von Zürich:

Unter Anderem zum Thema  „Zurück zu den Wurzeln einer authentischen Christusnachfolge finden und religiösen Sackgassen entkommen“.

Vielleicht geh ich da hin … wer kommt mit?

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Lesestoff: 15 Thesen zur Re-Inkarnation

Eine Art Grundlagenpapier zu der Art und Weise wie Nachfolger von Jesus ihre Gemeinschaft (vermutlich lebten und) heute leben (könnten). Nicht ganz neu, nicht ganz einfach umzusetzen, kaum allein richtig, aber sehr denkanstossend, finde ich.

Diesen und weitere Lesetipps in meiner Bücherliste.

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Das liebe Geld

Im Unterschied zu den steuerfinanzierten Staatskirchen bestreiten freie Gemeinden ihren Unterhalt mit Beiträgen ihrer Mitglieder und Sympathisanten. Die Pastoren lehren mehrheitlich das Prinzip des „Zehnten“: 10% des Einkommens gilt als Richtschnur für ein biblisches Spendeverhalten. Für die Begründung muss man allerdings tief ins Alte Testament zurückgreifen, denn nur dort wird ein „Zehnter“ erwähnt. Im Neuen Testament wird ausgiebieg vom Geben gesprochen, aber nirgends ist von einer Sollprozentzahl die Rede. Auch bezüglich des Spendenzwecks waren die Gepflogenheiten der ersten Christen ganz anders: Das Geld wurde vor allem für die Armen und die Unterstützung von reisenden Botschaftern des Glaubens gesammelt. Die denominationellen Gemeinden von heute hingegen finanzieren damit vor allem ihren Betreib*: lokale Saläre, Gebäudekosten, Programme und Administration.

OK, kann man sagen: Die ersten Gemeinden kannten keinen Klerus, keine Gebäude, keine Administrationskosten. Da brauchte es keinen Zehnten, heute ist das anders. Nur: Woher kommt das „anders“, und ist es gut?

* = Aus einer Studie von „Christianity Today“ von 2009

  • Buchbesprechung – Prof. Dr. R. H. Edenharder · „Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen“auf geiernotizen.de.
  • Frank Viola / George Barna „Heidnisches Christentum?“ Kapitel 8 „Der Zehnte und das Gehalt des Klerus“
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Leave A Little Room For God

Das Leben ist so viel schöner mit Gott als ohne ihn. Er gibt mir eine ewige Perspektive, er hilft mir über meine Unzulänglichkeiten hinweg, er schenkt mir Frieden und Freude. Der Blick zu ihm gibt Sinn im Alltag, Mut in aussichtslosen Situationen und Trost bei Verlust. Und so gehe ich an seiner Hand durch meine vergleichsweise angenehme westliche Existenz, bezahle Miete und Versicherungsprämien, kaufe ab und zu etwas neues oder leiste mir Ferien. Ich danke Gott für Speis und Trank, meinen Job, die politische Ruhe und die medizinisch Versorgung. Und spende für Mission und Arme. Gibt es mehr?

„Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn“ (Philipper 1:21)

Gestern hörte ich diesen Song von Neil Diamond am Radio. Leave A Little Room For God. Die perfekte Beschreibung für unser Leben auf der hellen Seite des Monds. Mein Leben. Aber es gibt mehr „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ (Johannes 3:30)“

So müsste es heissen: Give All The Room To God. Trotzdem gefällt mir der Song. Er motiviert, mit little anzufangen.

Leave a little room for God (Youtube link)
As you’re goin‘ through the day
Leave a little room for God
You know he won’t get in your way Weiterlesen

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Der Ruf der Wildnis

Es ist drei Uhr morgens, ein Geräusch hat mich geweckt. Höre ich Wölfe heulen? In einem  Tierpark in der Nähe gibt es ein Rudel, aber das liegt kaum in Hördistanz. Ist wohl ein Auto. Schon ist es vorbei. Meine Gedanken aber fliegen. Weiterlesen

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Was die Bibel (nicht?) lehrt

Unser Verständis der Bibel ist unausweichlich subjektiv gefärbt. Leicht interpretieren wir Gelerntes und Erlebtes in den Text hinein.  Ähnlich ging es zuweilen den Übersetzern der Heiligen Schrift.  Hier eine Lesempfehlung zum Thema „Kirchenämter“ aus dem Blog von Christlicher Aussteiger.

Das Neue Testament – „Amtliche Version“:

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Gottesdienst (2)

Heute war ich nicht im „Gottesdienst“. Dafür hab ich mir ein paar Gedanken zum selben gemacht. Das Wort kommt im Neuen Testament (Luther 1984) 11 Mal vor. Es werden damit unterschiedliche griechische Wörter übersetzt, die mit Ehrfurcht, Verehrung, guten Taten oder Fronarbeit zu tun haben:

  • Der israelitischen Gottesdienstes: Röm 9:4, Heb 9:1, 6, 9, 21, 10:2
  • Persönliches Opfer (Hingabe, Dienst) des Christen oder im allgemeinen Verehrung von Gott: Röm 12:1, Phil 2:17, 2. Tim 2:4, Jak 1:26
  • Handeln zugunsten von Benachteiligten: Jak 1:27

Auf Französisch wird der christliche Gottesdienst „culte“ genannt. Das Wort bezeichnet in der Segond-Übersetzung von 1912 auch heidnische Kulthandlungen (Kol 2:18, Apg 7:14).

Kein einziges Mal wird mit „Gottesdienst“ die Versammlung der Christen bezeichnet.

Wenn sich die frühe Gemeinde traf, wird im Neuen Testament von treffen, versammeln, Brot brechen, gemeinsamen Mahlzeiten gesprochen. Es wir gegenseitige Ermutigung oder Erbauung erwähnt, z.B. dass jeder etwas beitragen soll und man einander durchaus auch unterbrechen darf. Die Hinweise zu diesen Versammlungen lassen annehmen, dass sie partizipativ waren, nicht von einer einzelnen Person geleitet wurden und keinen fixen Ablauf kannten. Es schient nicht um einen „Dienst an Gott“ gegangen zu sein, sondern darum, Gott gemeinsam zu erfahren, von ihm zu lernen und einander darin zu unterstützen. Meine ketzerische Vermutung: Wenn jemand während solcher Treffen regelmässig eine Stunde lang das Wort an sich gerissen hätte, hätte Paulus das in einem seiner Briefe als Problem angesprochen.

Warum ist aus der freien interaktiven Versammlung ein immer ähnlich ablaufender religiöser Anlass geworden? Wer die (Kirchen)geschichte erforscht, findet heidnische und staatliche römische Einflüsse ab dem 2. Jahrhundert. Daran haben weder Reformation noch Freikirchen viel geändert. Sieh auch früherer Post „Gottesdienst: wessen Erfindung?

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